Ausschuss für die Geschichte der OAG (GOAG)

Allgemeines

Der im Mai 2003 eingerichtete „Ausschuss für die Geschichte der OAG“ zielt darauf ab, die bisher nur bruchstückhaft vorliegende Geschichte der OAG zu vervollständigen und in Buchform zu veröffentlichen. Insbesondere für die Jahre 1933-45 ist die bisherige Überlieferung (Schinzinger, von Weegmann: Die Geschichte der OAG 1873 - 1980, 1982) sehr unvollständig. Im Zuge dieses auf einige Jahre angelegten Projekts sollen zunächst die in Tokyo und Kobe vorhandenen Unterlagen gesichtet werden. Darüber hinaus ist eine systematische Befragung der älteren Mitglieder (,oral history’) beabsichtigt. Um ein adäquates Bild der OAG zeichnen zu können, müssen schließlich auch die Nachlässe der für die Geschichte der OAG bedeutenden Personen sowie Dokumente aus den Archiven verschiedener Organisationen und Behörden (z.B. Asiatic Society of Japan, Monbukagakusho, beide Auswärtigen Ämter, die Deutsch-Japanische Gesellschaft oder auch die NSDAP-AO) analysiert werden. Ziel ist es, eine kritische Gesamtdarstellung der Vereinsgeschichte zu erstellen. Diese soll sowohl die deutsch-japanischen Beziehungen als auch die Entstehungsgeschichte der deutschen Japanforschung mitberücksichtigen.

Eine Aufstellung der jüngsten Veröffentlichungen zur OAG-Geschichte finden Sie unter "GOAG-Veröffentlichungen" im oberen Menü.

Der Ausschuss besteht aus:

GOAG-Veröffentlichungen


  • Rolf-Harald Wippich

    „Hermann Bohner als Missionar des Allgemeinen Evangelisch-Protestantischen Missionsvereins (1914-22). Zur Vorgeschichte eines Japanwissenschaftlers (Randnotizen 6)”

    in: OAG Notizen, 9/2009, S. 42-47.
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  • Sven Saaler

    „OAG ドイツ東洋文化研究協会の歴史と在日ドイツ人の日本観”

    Vortrag in japanischer Sprache, gehalten am 22. März 2009 in der Präfekturbibliothek Nara.
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  • Christian W. Spang

    „Die Wanderjahre der OAG bis zur ‚Oyatoi-Blüte’“

    in: Reinold Ophüls-Kashima et al. (Hrsg.), Tokyo: Konstruktionen einer Metropole - sozial, politisch, kulturell, historisch, München: Iudicium, 2008.

  • Rolf-Harald Wippich

    „Die OAG-Umfrage von 1957 (Randnotizen 5)“

    in: OAG Notizen, 5/2007, S. 46-50.
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  • Christian W. Spang

    „Die Frühzeit der NOAG 1926-1945: Vom Mitteilungsblatt zur Chronik der OAG-Geschichte“

    in: NOAG, Bd. 179/180 (2006), S. 55-65.

  • Christian W. Spang

    „Anmerkungen zur frühen OAG-Geschichte bis zur Eintragung als ‚japanischer Verein’ (1904)“

    in: NOAG, Bd. 179/180 (2006), S. 67-91.

  • Christian W. Spang

    „Das ausgefallene Jubiläum (Randnotizen 4)“

    in: OAG Notizen, 1/2006, S. 26-33.
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  • Christian W. Spang

    „Die Expansion der OAG in Asien (1930-45) (Randnotizen 3)“

    in: OAG Notizen, 9/2005, S. 35-44.
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  • Christian W. Spang

    „Das gescheiterte Museumsprojekt, Leipzig und die ,Sektion Berlin' (Randnotizen 2)“

    in: OAG Notizen, 2/2005, S. 32-39.
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  • Christian W. Spang

    „Die Nachrichten der OAG (NOAG): Eine Zeitschrift wider Willen (Randnotizen 1)“

    in: OAG Notizen, 10/2004, S. 35-41.
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  • Eberhard Friese

    „120 Jahre OAG - Eine Gesellschaft macht Wissenschaftsgeschichte”

    in: Lutz Walter (Hrsg.), Japan mit den Augen des Westens gesehen. Gedruckte europäische Landkarten vom frühen 16. bis zum 19. Jahrhundert, München/ N.Y., 1994, S. 9-11.

  • OAG, Der Vorstand der (Hrsg.)

    Festreden anläßlich des 120. Gründungsjubiläums der OAG am 22. März 1993.

    Tokyo, 1993 (S. 77).

  • Rolf-Harald Wippich

    „Max von Brandt und die Gründung der OAG (Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens) – Die erste deutsche wissenschaftliche Vereinigung in Ostasien”

    in: Studien des Instituts für Kultur der deutschsprachigen Länder, 1993, Nr. 11, S. 64-77.

  • Robert Schinzinger und Carl von Weegmann

    Die Geschichte der OAG 1873-1980.

    Tokyo, 1982.

  • OAG, Der Vorstand der (Hrsg.)

    Festschrift. Das neue OAG-Haus 1979.

    Tokyo, 1980 (S. 60).

  • Robert Schinzinger

    „Die Beziehungen zwischen OAG und der Asiatic Society in hundert Jahren“

    in: OAG (Hrsg.), Sechs Vorträge im Jubiläumsjahr 1972-73, Tokyo, 1974, S. 82-97.

  • Robert Schinzinger

    Aus meiner OAG-Mappe, Weihnachtsansprachen in Tokyo.

    Tokyo, 1971.

  • OAG, Der Vorstand der (Hrsg.)

    Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens 1873-1933.

    Tokyo, 1933.

  • OAG, Der Vorstand der (Hrsg.)

    Die Geschichte der Gesellschaft.

    Tokyo, 1923.

  • Ludwig Riess

    „Die ersten fünfundzwanzig Jahre der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens. 1873-1898“

    in: Derselbe, Allerlei aus Japan, Berlin, 1906, S. 126-136.

  • OAG, Der Vorstand der (Hrsg.)

    Festschrift zur Erinnerung an das 25jährige Stiftungsfest der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens am 29.10.1898

    in: MOAG, Suppl. VI, Tokyo, 1902, S. 1-10.

Call for Papers (D)

Die Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (OAG) blickt auf eine mehr als 135-jährige Geschichte zurück. 1873 von einigen in Japan und China ansässigen Deutschen gegründet, spielte sie stets eine bedeutende Rolle für die deutschsprachigen Gemeinden in Ostasien. Darüber hinaus entwickelte sie sich zu einem integralen Bestandteil der deutsch-japanischen Beziehungen vor allem im kulturellen Bereich.

Der Ausschuss für die Geschichte der OAG hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erstellung einer kritischen Gesamtdarstellung der Vereinsgeschichte von den Anfängen bis in die 1970er Jahre zu koordinieren. Hierbei soll die Rolle der Gesellschaft im größeren Rahmen der bilateralen Beziehungen, als Teil der deutschsprachigen Japanforschung, aber auch als Beispiel der Geschichte eines „westlichen“ Vereins in Japan im Mittelpunkt stehen. Das Gesamtprojekt besteht aus zwei separaten Bänden, einer von den Ausschussmitgliedern verfassten Überblicksdarstellung inklusive Dokumentenanhang und einem Sammelband, in dem darüber hinausgehende wichtige Teilaspekte der OAG-Geschichte separat beleuchtet werden sollen. Denkbar wäre in diesem Zusammenhang z. B. die Untersuchung folgender Themen:

  • die Rolle der Frauen innerhalb der OAG
  • die Funktion und der Einfluss einzelner Mitglieder (auch und gerade der relevanten Japaner)
  • die Kontakte der Gesellschaft zur deutschen Japanforschung
  • die Rolle der OAG in Politik und Diplomatie
  • die Entwicklung der OAG-Zweiggruppen in Niederländisch-Indien/Indonesien, China und Manchukuo sowie in Deutschland
  • die Beziehungen der Gesellschaft zu NS-Organisationen in Deutschland und Ostasien
  • die Gründung der OAG Hamburg nach dem Zweiten Weltkrieg

Der Ausschuss arbeitet seit seiner Gründung 2003 daran, Quellen zur Geschichte der OAG zusammenzutragen. Die entsprechenden Erkenntnisse können den Autoren des Sammelbandes ggf. zur Verfügung gestellt werden. Themenvorschläge mit Erläuterung der Quellenlage (möglichst in Form eines Abstracts von ca. 200-300 Wörtern), aber auch informelle Anfragen zum Procedere, zu Methoden, zum Zeitplan etc. sind zu richten an:

OAG-Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens
Ausschuss für die Geschichte der OAG (c/o Christian W. Spang)
E-Mail chrspang [AT] dokkyo.ac.jp Kontakt

Call For Papers (E)

The history of the German East Asiatic Society (OAG) goes back more than 135 years. Established in 1873 by Germans living in Japan and China, the Society has always played an important role in the life of German-speaking communities in Japan and beyond. It evolved into an integral part of German–Japanese contacts, most prominently in cultural spheres.

The Society’s history-committee (GOAG) is currently preparing an overview of the OAG’s organisational history covering the period from its foundation to the 1970s. The focus is upon the role of the OAG within the wider framework of bilateral relations, not only in Japanese Studies in the German-speaking world, but also as a case study of a western learned society in Japan. In an appendix to this volume, a collection of important historical documents will be made available. An anthology is planned as a second volume of the OAG-history. Its chapters should shed some new light on specific aspects of the Society’s history or the relation of the OAG with other institutions or individuals. Possible topics include:

  • the role of women in the OAG
  • the work and influence of individual members (including particularly that of Japanese members)
  • the contributions of the OAG to Japanese Studies in the German-speaking world
  • the role of the OAG in politics and diplomacy
  • the development of OAG branches in the Dutch East Indies/Indonesia, China and Manchukuo as well as in Germany
  • the relations with Nazi organisations in Germany and East Asia
  • the foundation of the independent “OAG Hamburg” after World War II.

Since its foundation in 2003, the committee has been busy collecting sources on the history of the OAG. The results of these activities will be made available to contributors. Those interested in writing a chapter in the above-mentioned anthology should submit a 200~300-word abstract and a summary of available sources to the address below. Informal enquiries about procedures, methodology, schedules as well as any other queries about the project are also welcome.

Please contact: OAG - German East Asiatic Society Committee for the History of the OAG E-Mail chrspang [AT] dokkyo.ac.jp Kontakt

Forschungsergebnisse

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